Nachhaltige Verpackung – Teil 2

sostenibilità packaging parte 2

Lebensmittel, Luxury, Pharma: die grünen Auswirkungen in verschiedenen Branchen

Im ersten Teil dieser Artikelserie zum Thema Nachhaltigkeit haben wir den Lebenszyklus nachhaltiger Produkte besprochen – von der Konzeption bis hin zur Spedition -, und dass umweltfreundliche Materialien nur ein Teil einer nachhaltigen Lieferkette sind.

Wie wirkt sich das Thema der Nachhaltigkeit aber auf die einzelnen Branchen aus? Im folgenden Artikel werden wir einen Überblick auf die Materialien für drei der wichtigsten Branchen weltweit geben – Lebensmittel, Luxusgüter und Arzneimittel -, sowie die verschiedenen Anforderungen, die zusammen mit der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden sollen, um den Verbraucher ein Qualitätsprodukt liefern zu können.

Lebensmittelverpackung

Für die Lebensmittelindustrie ist die Verpackung ein wichtiges Thema, nicht nur im Hinblick auf die Konservierung der Produkte, sondern auch auf ihren Markterfolg, da sie häufig die Wahl der Verbraucher bestimmen kann. Zu den am häufigsten verwendeten Materialien gehört heute zum Beispiel Polyethylen (PE), ein thermoplastischer Kunststoff, der den grossen Vorteil hat, dass er dehnbar, biegsam und transparent, aber gleichzeitig auch widerstandsfähig ist. Aus diesem Material werden in der Regel Folien, Rollen und Verpackungsbeutel entwickelt.

Um andere zu nennen: PET (Polyethylenterephthalat), das vielleicht stärkste und schützende Material; Polypropylen (PP), das in der Regel für die Vakuumverpackung frischer und verderblicher Produkte verwendet wird, sowie Materialien, die in Öfen, einschliesslich Mikrowellenöfen, verwendet werden können. Diese Materialien sind Kunststoffe und erzeugen daher eine erhebliche Menge an Abfall, der nur schwer entsorgt und wiederverwendet werden kann.

Mögliche Alternativen zu diesen Materialien sind die derzeit häufig verwendete Polymilchsäure (PLA), ein Polymer natürlichen Ursprungs, das Mais, Rüben, Kartoffeln oder Zuckerrohr gewonnen wird. In diesem Fall handelt es sich um ein vollständig kompostierbares und biologisch abbaubares Material, das keine Erdölderivate enthält. Natürlich gibt es auch Biokunststoffe, die aus Biomasse gewonnen werden, sowie thermoformbares Papier, eine Mischung aus Naturfasern und thermoplastischen Harzen.

Arzneimittelverpackung

Im Fall der pharmazeutischen Industrie ist neben der Nachhaltigkeit die Sicherheit des Inhalts das beherrschende Thema. Die Wahl des Materials muss nicht nur umweltfreundlich, sondern auch zuverlässig sein, um die Unversehrtheit desProdukts in der Verpackung zu gewährleisten. Darüber hinaus gibt es natürlich sehr strenge Vorschriften, die direkt vom Gesetzgeber vorgegeben werden.

Neben den bereits erwähnten Biokunststoffen sind auch die so genannten „Closed-Loop„-Verpackungen zu nennen. Dabei handelt es sich um Materialien, die innerhalb eines kreisläufigen Prozesses mehrmals verwendet und am Ende ihres Lebenszyklus in die Produktionskette wieder eingespeist werden. Beispiele hierfür sind Flaschen aus Scherben oder Flaschen aus Carbon Capture PET, einem Kunststoff, der aus der Umwandlung von CO₂-Emissionen gewonnen wird.

Luxusgüter-Verpackung

Während in der Lebensmittelindustrie die Verderblichkeit der enthaltenen Produkte und in der pharmazeutischen Industrie die Unversehrtheit des Produkts im Vordergrund stehen, geht es in der Luxusgüterindustrie um einen Kompromiss zwischen umweltfreundlichen Materialien und Ästhetik. Kurz gesagt, das Produkt muss einen leichten ökologischen Fussabdruck haben und gleichzeitig schön sein. Heutzutage sieht recycelter Plastik, neuem Material fast identisch aus. Der am weitesten verbreitete Kunststoff ist PLA, Polymilchsäure, ein Polymer biologischen Ursprungs, der sich für die Färbung in verschiedenen Tönen eignet.

Eine weitere Innovation stellt die Herstellung von Papier aus Olivenkernen dar.

Die jüngste Innovation, die in allen bereits erwähnten und vielen anderen Branchen eingesetzt werden kann, ist die Verwendung von Meeresalgen als Ersatz für Plastik. Eine der Innovationen, die man auch gerne in die Entwicklung von Neupack-Produkten einbeziehen würde. Materialien, die aus Algen bestehen, haben den doppelten Vorteil, dass sie vollständig biologisch abbaubar und plastikfrei, aber trotzdem flexibel und widerstandsfähig sind. Gegenwärtig befinden sie sich noch in der Versuchsphase, wobei einige Schweizer Unternehmen auch an der Feldforschung arbeiten.

Über das einzelne Material hinaus wird es jedoch immer notwendig sein, dem Kunden und der Industrie den besten Komplettservice zu bieten, der nicht nur nachhaltig, sondern auch effizient und effektiv in Bezug auf Zeit, Ressourcen und Wirtschaftlichkeit ist.

Um mehr über die Leistungen von Neupack zu erfahren, klicken Sie hier.

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